Das 13.Berliner Jugendforum – Teil 3

Eine Einstimmung in drei Teilen auf das 13. Berliner Jugendforum

von Vivien Duntze

Am 14. Oktober fand das letzte offene Vernetzungstreffen des 13. Berliner Jugendforums im Jugendhaus Königstadt statt. Ab jetzt geht es ums Ganze: Nach einer erneuten Vorstellungsrunde (es waren tatsächlich einige neue Gesichter dabei) und der Vorstellung eines neuen Projektes (ein Mädchenkalender, gestartet von einigen Mädchen der Freien Naturschule Pankow, sehr beeindruckend!) fassten wir die aktuellen Diskussionsrunden zusammen. Es geht um Schule, Religion, Gentrifizierung, Jugendbeteiligung und –Förderung, Flüchtlinge und Diskriminierung. Und natürlich Lebensmittelverschwendung. Es finden viele interessante Workshops statt, für das Thema Jugendbeteiligung gibt es ein eigenes Café und ein Worldcafé, so eine Art Runder Tisch, bei der zwischen 12 und 13:30 die Frage diskutiert wird, wie Jugendliche in Berlin sich eigentlich beteiligen wollen – natürlich mit Jugendlichen.

Planspiel beim 12. jugendFORUM
Planspiel beim 12. jugendFORUM

Weiterhin haben wir viel Praktisches gemacht. Die „freien“ Mitmacher, die also nicht bei einem Thema fest als Themenpartner eingespannt sind, konnten sich als Moderatoren für ein Thema melden, bei dem sie eben moderieren wollten. Für die Themenpartner wurde noch einmal zusammengefasst, worauf sie in der Diskussion achten müssen: Aufzeigen, worum es geht und warum das wichtig ist, Argumente liefern, Standpunkte klarmachen, Forderungen formulieren und die Abgeordneten gleich festnageln, heißt: Abmachungen treffen.

In der Gruppe haben wir dann überlegt, wie wir unsere Diskussion aufbauen wollen, welche Themen sind uns wichtig, wie legen wir den Schwerpunkt. Laden wir Referenten ein, die einen Vortrag halten, oder machen wir das alleine, sollten wir vielleicht ein Interview machen, welches wir dann vorstellen? Wie vermitteln wir unser neues Wissen am besten verständlich für die Jugendlichen?

Leider sind wir nicht sonderlich weit gekommen. Schon das Festlegen auf die wichtigsten Bereiche erwies sich als schwieriger als gedacht. In meiner Gruppe ging es dann nämlich ganz schnell um alternative Ansätze, psychologische Ursachen für die Lebensmittelverschwendung, es müssten grundsätzlich die Bedürfnisse besser befriedigt werden, damit alle sich besser fühlen und lieber teilen.

Ich fühlte mich ziemlich verloren in dieser Umgebung, denn ich wollte gleich loslegen, den Schwerpunkt setzen auf die Verschwendung in Gastronomie, Hotellerie und im Einzelhandel, ich wollte Forderungen formulieren, Aufklärung fordern, Müllgebühren einführen, Gesetze initiieren, Subventionen für Spenden vorschlagen (auf Spenden werden Steuern erhoben, wodurch sich Spenden für Ketten/Hotels etc. nicht rentieren und sie gewinnorientiert wegschmeißen) und für regionale Produkte; Klar auch für den ökologischen Teil dahinter, auch wenn der eher von der BUND-Jugend kommt, der Jugendgruppe des Bunds für Umwelt und Naturschutz, Nachhaltigkeit und so, aber soweit kamen wir nicht mal ansatzweise. Einen großen Teil der Zeit hat auch ein Gespräch mit einem Mitglied über seine ehrenamtliche Tätigkeit in der Obdachlosenhilfe eingenommen, das war sehr interessant, leider aber auch nicht hilfreich. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Treffen eher auf den Punkt kommen, damit am 30. November auch was bei rumkommt und die Abgeordneten sich nicht durch fehlendes Wissen der psychologischen Bedürfnisbefriedigung rausreden können.