Warum wir uns für das Tempelhofer Feld einsetzen – Gastkommentar

In diesem Kommentar erklärt die BUNDjugend Berlin, warum es lohnt, sich für das Tempelhofer Feld einzusetzen. Was denkt ihr zu der Diskussion? Was brauchen und wollen die Menschen?

Foto: Tempelhof Projekt GmbH

Erst seit zwei Jahren eröffnet und seitdem ein voller Erfolg: Konzerte, Partys, Sportaktivitäten, Gemeinschaftsgärten, Sonnen oder Seele baumeln lassen. Rund 300 Hektar Freifläche bieten Natur und Weite für die Stadtmenschen, wecken jedoch auch Begehrlichkeiten. Immobilien und Gewerbeflächen sollen gebaut werden und eine neue Bibliothek, aber auch ein Park.

Deswegen haben wir uns gefragt, was eigentlich die Menschen, die rund um das Tempelhofer Feld leben, brauchen. Welche Maßnahmen ihre Lebensqualität verbessern und ihre Bedürfnisse befriedigen könnten. Dabei sollten auch die Wünsche von uns Jugendlichen und jungen Erwachsenen berücksichtigt werden. Das fängt bei der Nutzung des Feldes für Freizeitaktivitäten an, betrifft aber zum Beispiel auch die Erreichbarkeit des Feldes für FußgängerInnen, FahrradfahrerInnen oder SkaterInnen – also Fortbewegungsmittel, die wir nutzen.

Gleichzeitig geht es uns bei der Diskussion um etwas Grundsätzlicheres, nämlich wer eigentlich wie entscheiden soll, auf welche Art und Weise sich Berlin zukünftig entwickelt. Welchen Einfluss sollen StadtplanerInnen und Verwaltung haben und welches Gewicht wird den Stimmen der BürgerInnen verliehen. Einerseits versuchen die PlanerInnen im Interesse der Stadt Neues zu entwerfen, andererseits kommt es zu immer mehr Konflikten: Mediaspree, A100, Gentrifizierung…

Am Ende geht es schließlich nicht nur darum, die Interessen einer Gruppe zu fördern. Es geht auch um das Gemeinwohl.